6 Gründe für mehr Selbstbewusstsein im Bewerbungsgespräch

6 Gründe für mehr Selbstbewusstsein im Bewerbungsgespräch

Selbstbewusstsein im Bewerbungsgespräch - Überzeugen Sie von Anfang an

Für viele ist das Bewerbungsgespräch eine ganz besondere Herausforderung. Vor allem Berufsanfänger haben hier aufgrund ihrer Unerfahrenheit oft mit Selbstzweifeln zu kämpfen, da sie noch nicht wissen, worin ihr „Wert“ auf dem Arbeitsmarkt eigentlich besteht und wie sie sich angemessen „vermarkten“ können.

Denn in Schulen und Hochschulen wird zwar oft davon gesprochen, man müsse sich auf dem Arbeitsmarkt "gut verkaufen" können, doch wie das genau gehen soll, wird den Schülern und Studenten in der Regel nicht vermittelt. Oft hört man eine gute (fachliche) Ausbildung sei das Wichtigste. Als wäre entweder die Ausbildung allein ausreichend oder was man sonst noch brauche, würde man sozusagen "von selbst“ mitbekommen. Allerdings sind beides Irrtümer.

Zu einem erfolgreichen Start und Verlauf der beruflichen Karriere gehören neben Hard Skills auch Soft Skills, soziale Kompetenzen und nicht zuletzt eine gute Selbstkenntnis und damit auch Selbstbewusstsein.

Wie ausschlaggebend diese Soft Skills sein können, zeigen tausende von gut ausgebildeten Absolventen, die dutzende und manchmal hunderte von Bewerbungen schreiben, bevor sie eine Stelle finden.

Dabei sind auch Soft Skills - wie z.B. Selbstbewusstsein - erlernbare Fähigkeiten. Doch erlernt werden müssen sie. Und wenn sie nicht zufällig durch das soziale Umfeld in die Erziehung eingeflossen sind, so können - und müssen sie in der Regel - gesondert erworben werden. Dies kann über jegliche Form von Weiterbildungsangeboten geschehen. Seien es Bücher, Seminare, Workshops oder durch eigene Recherche im Internet.

Was macht aber ein solches „gesundes“ Selbstbewusstsein aus? Und worin besteht - im Vergleich zu den fachlichen Kompetenzen - sein Wert? Diese Fragen beantworten wir hier mit 6 Gründen für die Arbeit am eigenen Selbstbewusstsein.

Kämpfen Sie gegen den Mangel an Selbstbewusstsein im Bewerbungsgespräch

1. Mit Selbstbewusstsein sind sogenannte „Stressfragen“ in Zukunft kein Grund mehr zur Panik.

Jeder hat von ihnen schon einmal gehört: die typischen Stressfragen wie „Welches sind Ihre Stärken und Schwächen?“ oder „Warum haben Sie so lange studiert?“. Und sie beunruhigen darum wohl auch fast jeden Bewerber. Am schlimmsten ist es dabei, wenn man keine Antwort auf diese und andere Fragen hat. Darum finden sich viele Listen solcher Fragen mit möglichen Antworten im Internet (z.B. auf absolventa.de oder karrierebible.de). Was aber, wenn die entscheidende Frage in keiner Liste, die man sich angesehen hat, dabei war? Was dann? Dann hilft nur echtes Selbstbewusstsein. Ein Wissen um und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten - und auch Schwächen. Und eine gute Vorbereitung. Je genauer man sich selbst und den Arbeitgeber in Spe kennt, desto besser.

2. Weil „Ehrlichkeit am längsten währt“: Mit offenen Karten lässt sich zusammen eine bessere Entscheidung treffen.

Denn der Sinn eines Bewerbungsgespräches ist ja herauszufinden, ob der Bewerber und die zu besetzende Position (sowie das Firmenklima) zusammenpassen. Dafür werfen sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer ihr Wissen und ihre Erfahrungen in die Waagschale.

Welche Fähigkeiten, Kompetenzen und Skills werden gerade in der Firma gebraucht? Und welches Persönlichkeitsprofil passt in das Firmenklima? Dies zu wissen und den Bewerber entsprechend einschätzen zu können, ist die Aufgabe des Personalers.

Dagegen sollte sich der Bewerber im Gespräch bewusst werden, ob er seine Stärken in der Firma gewinnbringend einsetzen und ausbauen kann, wie viel an Fortbildung er sich wünscht oder benötigt und auch in welchem Gehaltsbereich er sich sinnvollerweise bewegen kann.

Arbeiten beide Seite zusammen, d.h. sie sind sich ihrer Wünsche und Bedürfnisse bewusst und können diese auch klar kommunizieren, so lässt sich schnell die für alle Beteiligten beste Entscheidung treffen. Und wenn alles passt, freuen sich beide Seiten bald auf den ersten Arbeitstag!

3. Weil innere Ruhe mehr geistige Klarheit bedeutet.

Mit einem „gesunden Selbstbewusstsein“ geht idealerweise auch eine gewisse innere Ruhe einher. Denn faktisch passt die Stelle entweder oder eben nicht. Sich darüber hinaus Sorgen zu machen, was alles schief gehen könnte und wo man überall möglicherweise Fehler gemacht hat, lässt einen in dieser Situation nur aufgewühlt zurück. Bewahrt man dagegen die Ruhe, kann man bestmöglich zu einer gelungenen Entscheidungsfindung beitragen. Und auch darauf lässt sich nach jedem Gespräch - egal, wie die Entscheidung ausfällt - mit Stolz zurückblicken.

4. Positive Körpersprache und ein selbstsicheres Auftreten sorgen für einen gelungenen Ersten Eindruck.

Selbstbewusstsein und Selbstsicherheit spiegeln sich im gesamten Auftreten wider. Körperhaltung, inhaltliche Ausdrucksweise, Blickkontakt und sogar die stimmliche Intonation zeigen an, in welcher emotionalen Lage man sich gerade befindet. Und ein geschulter Personaler erkennt das sofort. Glänzen Sie also, indem Sie strahlen!

5. Weil man sich einfach besser fühlt 🙂

Außerdem wirkt sich nicht nur die Stimmung auf die Körperhaltung, sondern umgekehrt auch die Körperhaltung auf die Stimmung aus. Eine gekrümmte Haltung und ängstlich verschränkte Arme machen also nicht nur einen „schlechten Eindruck“, sondern fördern auch auf physiologischer Basis das Unwohlsein. In dieser Situation ist zu einem „Fake it until you make it“ zu raten, weil sich eine offene, stabile und aufrechte Haltung genauso positiv auf das eigene Erleben auswirken. Das heißt: egal, was kommt, man fühlt sich gut.

Selbstbewusstsein im Bewerbungsgespräch - Überzeugen Sie durch Ihr Auftreten

6. Weil ein besseres Selbst-Bewusstsein hilft, durch den Dschungel an Ratgeberliteratur zu navigieren.

Wer sich selbst gut kennt, also selbst-bewusst ist, der weiß auch, wonach er in der schier endlosen Flut an Ratgeberliteratur, Blogartikeln und Fortbildungsprogrammen suchen muss. Und wer zumindest weiß, dass er sich nicht gut genug kennt und die eigenen Stärken und Schwächen einschätzen kann, der sollte mit der Suche nach Selbsterkenntnis beginnen. Denn zu wissen, was man kann, ist bereits der erste Schritt zum Erfolg.

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von Michaela Vogl

Veröffentlicht am 25.01.2017 

Bei dem hier veröffentlichen Blogeintrag handelt es sich lediglich um die persönliche Meinung des Autors und nicht um die offizielle Meinung der HDK Heidelberg Kolleg UG (haftungsbeschränkt)